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    <title>resticprofile on private Homepage von Rainer Rose</title>
    <link>https://www.rainerrose.de/tags/resticprofile/</link>
    <description>Recent content in resticprofile on private Homepage von Rainer Rose</description>
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    <copyright>Copyright © 1998-2026 Rainer Rose. All Rights Reserved.
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    <item>
      <title>2025</title>
      <link>https://www.rainerrose.de/docs/writings/2025/</link>
      <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 20:58:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.rainerrose.de/docs/writings/2025/</guid>
      <description><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Eine Auflistung meiner Vorträge aus dem Jahr 2025.</p>]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Eine Auflistung meiner Vorträge aus dem Jahr 2025.</p>]]></content:encoded>
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    </item>
    
    <item>
      <title>Backups mit restic und resticprofile</title>
      <link>https://www.rainerrose.de/docs/writings/2025/backups-mit-restic-und-resticprofile/</link>
      <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 20:58:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.rainerrose.de/docs/writings/2025/backups-mit-restic-und-resticprofile/</guid>
      <description><![CDATA[<!-- Anreißer -->

<h2 id="veranstaltungsorte" data-numberify>Veranstaltungsorte<a class="anchor ms-1" href="#veranstaltungsorte"></a></h2>
<ul>
<li>
<ol start="22">
<li>März 2025 auf den <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=47" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chemnitzer Linux-Tagen 2025<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
</ol>
</li>
<li>
<ol start="11">
<li>Dezember 2025 auf den <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=54" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IT-Tage 2025<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
</ol>
</li>
</ul>

<h2 id="kurzprofil" data-numberify>Kurzprofil<a class="anchor ms-1" href="#kurzprofil"></a></h2>
<p>Dieser Vortrag geht zuerst auf grundlegende Details und die Arbeitsweise von <code>restic</code> ein. Wir besprechen lokalen und Cloud Storage, Verschlüsselung, Snapshots, Restore, sowie verschiedene wichtige Optionen.</p>
<p>Im zweiten Teil erklären wir, wie <code>resticprofile</code> funktioniert. Als Beispiel wird ein Backup-Szenario sowohl mittels <code>restic</code> als auch mit <code>resticprofile</code> aufgebaut, um die Unterschiede in der Handhabung zu verdeutlichen.</p>]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<!-- Anreißer -->

<h2 id="veranstaltungsorte" data-numberify>Veranstaltungsorte<a class="anchor ms-1" href="#veranstaltungsorte"></a></h2>
<ul>
<li>
<ol start="22">
<li>März 2025 auf den <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=47" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chemnitzer Linux-Tagen 2025<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
</ol>
</li>
<li>
<ol start="11">
<li>Dezember 2025 auf den <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=54" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IT-Tage 2025<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
</ol>
</li>
</ul>

<h2 id="kurzprofil" data-numberify>Kurzprofil<a class="anchor ms-1" href="#kurzprofil"></a></h2>
<p>Dieser Vortrag geht zuerst auf grundlegende Details und die Arbeitsweise von <code>restic</code> ein. Wir besprechen lokalen und Cloud Storage, Verschlüsselung, Snapshots, Restore, sowie verschiedene wichtige Optionen.</p>
<p>Im zweiten Teil erklären wir, wie <code>resticprofile</code> funktioniert. Als Beispiel wird ein Backup-Szenario sowohl mittels <code>restic</code> als auch mit <code>resticprofile</code> aufgebaut, um die Unterschiede in der Handhabung zu verdeutlichen.</p>
<p><code>Restic</code> ist eine Open-Source-Backup-Software, die Daten zuverlässig speichert und vor Verlust schützt. Die Software ist plattformunabhängig und unterstützt viele verschiedene Speicherziele, darunter lokale Festplatten, Cloud-Speicher und Netzwerkprotokolle wie SFTP, REST oder S3. <code>Restic</code> implementiert Deduplizierung und bietet Verschlüsselung, um Backups effizient und sicher zu speichern. Deduplizierung sichert nur neue oder veränderte Daten, damit werden Duplikate vermieden und Speicherplatz wird gespart.</p>
<p><code>Resticprofile</code> ist die logische Ergänzung für <code>restic</code>, welches die Konfiguration und Verwaltung mehrerer Backup-Jobs drastisch vereinfacht und übersichtlicher gestaltet.
Es ermöglicht das Anlegen und Verwalten von Backup-Profilen, die alle nötigen Einstellungen speichern, wie Speicherorte, Backup-Zeiten und weitere Parameter. Dies erleichtert die Automatisierung und die übersichtliche Verwaltung von komplexen Backup-Szenarien, indem es die Bedienung von <code>restic</code> optimiert und wiederkehrende Aufgaben systematisch handhabt. Außerdem kann es die Verwaltung der Cronjobs in verschiedenen Systemen übernehmen.</p>

<h2 id="unterlagen" data-numberify>Unterlagen<a class="anchor ms-1" href="#unterlagen"></a></h2>

<h3 id="chemnitzer-linux-tage-2025" data-numberify>Chemnitzer Linux-Tage 2025<a class="anchor ms-1" href="#chemnitzer-linux-tage-2025"></a></h3>
<p>Den Vortrag habe ich das erste Mal zusammen mit <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=49" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Scherbaum<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a> auf den
<a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=47" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chemnitzer Linux-Tagen 2025<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a> gehalten.</p>
<ul>
<li><a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=48" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Programmankündigung<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
<li><a href="https://download.rainerrose.de/Backups_mit_restic_und_resticprofile.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folien<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
<li><a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=51" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufzeichnung<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
</ul>

<h3 id="it-tage-2025" data-numberify>IT-Tage 2025<a class="anchor ms-1" href="#it-tage-2025"></a></h3>
<p>Ein weiteres Mal habe ich den Vortag mit <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=49" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Scherbaum<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a> auf den
<a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=54" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IT-Tage 2025<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a> gehalten.</p>
<ul>
<li><a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=55" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Programmankündigung<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
<li><a href="https://download.rainerrose.de/Backups_mit_Restic_und_resticprofile_IT-Tage_2025.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folien<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a></li>
<li><strong>Aufzeichnung</strong>: Es gab keine Aufzeichnung.</li>
</ul>

<h2 id="changelog" data-numberify>Changelog<a class="anchor ms-1" href="#changelog"></a></h2>
<table>
  <thead>
      <tr>
          <th>Datum</th>
          <th>Änderung</th>
      </tr>
  </thead>
  <tbody>
      <tr>
          <td>24.03.2025</td>
          <td>Weitere Infos und Link zu den Folien hinzugefügt.</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>26.03.2025</td>
          <td>Link zur Aufzeichnung hinzugefügt. Text umgestellt.</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>12.12.2025</td>
          <td>Text und Unterlagen für die IT-Tage 2025 hinzugefügt.</td>
      </tr>
  </tbody>
</table>]]></content:encoded>
    <enclosure url="https://www.rainerrose.de/images/docs/linuxtage2024.jpg" length="306677" type="image/.jpg" />
    </item>
    
    <item>
      <title>Mein Setup: Kontakte, Kalender, EMail, Passwörter</title>
      <link>https://www.rainerrose.de/posts/2025/mein-setup-kontakte-kalender-email-passwoerter/</link>
      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 22:07:22 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.rainerrose.de/posts/2025/mein-setup-kontakte-kalender-email-passwoerter/</guid>
      <description><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Ich wurde schon mal des Öfteren gefragt wie ich denn meine Kontakte, Kalender, Passwörter, EMails usw. verwalte.<br>
Persönlich möchte ich diese Datenschätze nicht oder nur möglichst wenig der &ldquo;Cloud&rdquo; überantworten und mache daher vieles selbst.
Das Setup bzw. das Konzept hat eine jahrelange Entwicklung und eine Menge Veränderungen hinter sich. Zu einigen Teilbereichen sind auch schon vereinzelte Blogartikel entstanden.</p>
<p>Ein Gespräch letztens auf Mastodon hat mich dazu veranlasst, dies mal aufzuschreiben und hier zu veröffentlichen. Wer mag, kann sich aus diesem Text Ideen holen und für seine Situation anpassen.</p>

<h2 id="tldr" data-numberify>TL&DR;<a class="anchor ms-1" href="#tldr"></a></h2>
<ul>
<li><em>Nextcloud</em> selfhostet auf eigener Hardware im Homelab</li>
<li>Passwort-Safes <code>KeePass</code>, <code>KeePassXC</code>, <em>Bitwarden</em>, <em>Vaultwarden</em></li>
<li>Backup mit <code>restic</code> und <code>resticprofile</code> verschlüsselt mit Deduplizierung auf S3-Storage und externen Festplatten</li>
</ul>
<p>Jetzt die Langfassung: Wie sieht mein Setup aus?</p>]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Ich wurde schon mal des Öfteren gefragt wie ich denn meine Kontakte, Kalender, Passwörter, EMails usw. verwalte.<br>
Persönlich möchte ich diese Datenschätze nicht oder nur möglichst wenig der &ldquo;Cloud&rdquo; überantworten und mache daher vieles selbst.
Das Setup bzw. das Konzept hat eine jahrelange Entwicklung und eine Menge Veränderungen hinter sich. Zu einigen Teilbereichen sind auch schon vereinzelte Blogartikel entstanden.</p>
<p>Ein Gespräch letztens auf Mastodon hat mich dazu veranlasst, dies mal aufzuschreiben und hier zu veröffentlichen. Wer mag, kann sich aus diesem Text Ideen holen und für seine Situation anpassen.</p>

<h2 id="tldr" data-numberify>TL&DR;<a class="anchor ms-1" href="#tldr"></a></h2>
<ul>
<li><em>Nextcloud</em> selfhostet auf eigener Hardware im Homelab</li>
<li>Passwort-Safes <code>KeePass</code>, <code>KeePassXC</code>, <em>Bitwarden</em>, <em>Vaultwarden</em></li>
<li>Backup mit <code>restic</code> und <code>resticprofile</code> verschlüsselt mit Deduplizierung auf S3-Storage und externen Festplatten</li>
</ul>
<p>Jetzt die Langfassung: Wie sieht mein Setup aus?</p>

<h2 id="die-details" data-numberify>Die Details<a class="anchor ms-1" href="#die-details"></a></h2>
<p>Angefangen habe ich mit <em>Owncloud</em> auf einem <em>BananaPi</em>. Vor einigen Jahren bin dann zu <em>Nextcloud</em> gewechselt. Aktuell läuft die Installation auf meinem Heim-NAS von <em>QNAP</em> in einer virtuellen Maschine wo ein <em>Debian</em> drauf läuft.<br>
Aus-Gründen<sup>(tm)</sup> waren und sind die Installationen nie von außen erreichbar.</p>

<h2 id="nextcloud" data-numberify>Nextcloud<a class="anchor ms-1" href="#nextcloud"></a></h2>
<p>In der <em>Nextcloud</em> nutze ich überwiegend folgende Funkionen:</p>
<ul>
<li>Verwaltung von
<ul>
<li>Kalendern</li>
<li>Kontakt-Daten (VCards)</li>
</ul>
</li>
<li>Dateiaustausch</li>
</ul>
<p>Die gesamte Familie bindet alles in ihre jeweiligen Mail- und Kalender-Clients auf den unterschiedlichsten Rechnern, mobilen Geräten mit verschiedensten Betriebssystemen an. Die Synchronisation funktioniert somit natürlich nur im heimischen WLAN oder über VPN.</p>

<h3 id="backups" data-numberify>Backups<a class="anchor ms-1" href="#backups"></a></h3>
<p>Da mir meine Daten (Kalender und Kontakte) sehr wichtig sind, sichere ich die Daten regelmäßig und fertige ein Backup an.<br>
Aktuell läuft auf dem Server, wo die Nextcloud installiert ist, ein nächtlicher Cronjob:</p>
<ul>
<li>der die <em>Nextcloud</em> in den Wartungsmodus versetzt,
<ul>
<li>um einen konsistenten Zustand zu erreichen,</li>
</ul>
</li>
<li>einen Dump der mysql-Tabellen auf Festplatte zieht,</li>
<li>eine dateibasierte Sicherung anfertigt</li>
<li>und schlussendlich den Wartungsmodus wieder beendet.</li>
</ul>
<p>Der Cronjob läuft mitten in der Nacht, wenn sowieso alle schlafen. Selbst wenn das mal nicht der Fall sein sollte, verhindert der Wartungsmodus schlimmeres.<br>
Dieses Verfahren existiert schon so seit Jahren und hat sich aus meiner Sicht bewährt. Selbst der Umzug von <em>Owncloud</em> nach <em>Nextcloud</em> sowie vom <em>BananaPi</em> in die virtuelle Maschine hat damit wunderbar funktioniert.</p>
<p>Die dateibasierte Sicherung und die Dumps ins Dateisystem sind nur ein erster Schritt. Wenn ich einzelne Kontakte oder ähnliches wiederherstellen möchte, ist das rauspfriemeln einzelner Daten nicht wirklich schön, beispielsweise eine einzelne aus Versehen gelöschte Kontakt-Karte.<br>
Allerdings gibt es die Möglichkeit alle Kalendereinträge in <strong>eine</strong> <code>ics</code> Datei herunterzuladen und alle Kontakte in <strong>eine</strong> <code>.vcf</code>-Datei herunterzuladen. Daraus ist die Wiederherstellung aus meiner Sicht wesentlich einfacher. Wenn alle Dateien gelöscht sind, reicht ggf. sogar ein Doppelklick im Dateiexplorer auf die jeweilige Datei und es wird im Standard-Mail-Programm geöffnet. Von diesem ist dann ein Import wieder möglich. Dadurch, dass das Mail-Programm wieder in die Nextcloud synchronisiert, ist der Kontakt wieder &ldquo;drin&rdquo;. Natürlich war ich faul und habe dies automatisiert; wie ich dies realisiert habe, lässt sich <a href="/posts/export-nextcloud-rolle/">hier nachlesen</a>.</p>
<p>Die ganzen Datenkopien (wie Dumps und Exporte) sichere ich nun mit einem Backup-Programm. Da mir die Daten allgemein wichtig sind und ich auch vor Diebstahl und Feuer gewappnet sein möchte, setze ich hier auf das 3-2-1 Prinzip.</p>

<h4 id="3-2-1-prinzip" data-numberify>3-2-1-Prinzip<a class="anchor ms-1" href="#3-2-1-prinzip"></a></h4>

<blockquote class="alert alert-info" role="alert">
    <p class="alert-heading fw-bold">
      <i class="fas fa-info-circle me-2"></i>Hinweis
    </p>
    <p>Hinweis: Das 3-2-1-Prinzip bedeutet in kurz:<br>
Du hast <strong>drei</strong> Kopien auf <strong>zwei</strong> unterschiedlichen Medien, wobei <strong>eine</strong> Kopie außerhalb liegt.</p>
</blockquote>
<p>Die bedeutet: Ich habe eine externe Festplatte auf die ich die Backups regelmäßig kopiere, wobei eine Kopie bei meinen Eltern liegt. Das tägliche Backup schiebe ich in die <em>Cloud</em>. <a href="/posts/backupkonzept/#offsite-backup">Details siehe in diesem Blog-Artikel im Abschnitt Offsite-Backup</a>.</p>

<h4 id="cloudspeicher" data-numberify>Cloudspeicher<a class="anchor ms-1" href="#cloudspeicher"></a></h4>
<p>&ldquo;<em>Cloud</em>&rdquo; bedeutet hierbei irgend ein Speicherort, der Dateien aufnehmen kann. Das kann ein <em>OneDrive</em>, eine <em>Dropbox</em>, <em>PDrive</em> oder was auch immer sein.
Bei mir ist dies aktuell ein angemieteter S3-kompatibler-Speicher.<br>
Die Backups verschlüssele ich natürlich, daher ist es egal, wo diese im Endeffekt liegen:</p>
<ul>
<li>ob es nun eine externe Festplatte ist, die geklaut wird</li>
<li>oder irgendein Cloud-Speicher, wo Daten abfließen können.</li>
</ul>
<p>Das gewählte Verschlüsselungspasswort sollte daher möglichst lang und komplex sein.</p>

<h3 id="backup-software" data-numberify>Backup-Software<a class="anchor ms-1" href="#backup-software"></a></h3>
<p>Als Software verwendet ich seit einiger <code>restic</code> in Zusammenarbeit mit <code>resticprofile</code>, da ich mit diesen Tools und die Backup-Jobs gut weg-automatisieren kann. Wenn ich daran denken muss, Backups zu machen, vergesse ich das nur.<br>
Wie die Software funktioniert und bedient wird, haben Andreas und ich mal
<a href="/docs/writings/2025/#backups-mit-restic-und-resticprofile">auf den Chemmnitzer LinuxTagen erzählt</a>.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist der Vorteil, dass <code>restic</code></p>
<ul>
<li>die Daten verschlüsselt,</li>
<li>den Platzbedarf mittels Deduplizierung verringert</li>
<li>und ausmisten nach Regeln beherrscht, da kein Speicher unendlich ist.</li>
</ul>
<p><code>resticprofile</code> unterstützt hierbei sogar bei der Erzeugung eines möglichst langen und zufälligem Passwortes.
Dadurch, dass ich Dinge automatisch in die <em>Cloud</em> sichere, aber lokal noch eine Festplatte habe, die ich &ldquo;natürlich&rdquo; (leider) nur unregelmäßig befülle, hat mir dieses Konzept schon mehrfach
<a href="/posts/backupkonzept/#beispiel">wortwörtlich den Hintern gerettet</a>.
Aktuell kostet mich der S3-Storage irgendwas unter 4 Euro pro Monat.
<a href="/posts/backupkonzept/">Bei Interesse nach mehr Details hier klicken</a>.
Die dortige Angabe <em>Backblaze</em> stimmt inzwischen nicht mehr. Wegen <code>#unplugTrump</code> bin ich zu <em>Hetzner</em> <em>StorageShare</em> gewechselt.</p>

<h2 id="passwort-safes" data-numberify>Passwort-Safes<a class="anchor ms-1" href="#passwort-safes"></a></h2>
<p>Ebenfalls seit Jahren nutze ich einen Passwort-Speicher. Bisher reichte mir ein <code>KeePass</code>. Später wechselte ich zu <code>KeePassXC</code>. Die Tresor-Datei lege ich bei mir in meinen <em>Nextcloud</em>-Ordner. Dort synchronisiert sich diese Datei wunderbar zwischen meinen Geräten und ist überall verfügbar, wo ich sie benötige. <br>
Das <code>KeePass</code>-Tersor-Format ist recht verbreitet und es gibt für die unterschiedlichsten Betriebssysteme Software dafür. Die Client-Software für <em>Nextcloud</em> ist ebenso für viele Betriebssysteme verfügbar.</p>
<p>Dank <em>Auto-Fill</em>-Funktion habe ich schon länger kein Passwort mehr getippt und durch die <em>Passwort-Würfeln</em>-Funktion kenne ich auch gar kein Passwort mehr auswendig. Jedem Dienst ein Passwort zu verpassen, ist dadurch für mich recht einfach geworden.
In letzter Zeit musste ich jedoch öfters Passwörter teilen und da hat mir <code>KeePassXC</code> nicht gereicht. <code>KeeShare</code> habe ich erst vor kurzem  <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=53" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einen Artikel auf gnulinux.ch<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a> entdeckt.<br>
Aus diesem Grund habe ich mir einen <em>Vaultwarden</em> installiert. <em>Vaultwarden</em> ist auch perfekt, wenn ich Dateien oder Textschnipsel über unsichere Kanäle verschicken möchte. Die Funktion nennt sich <em>vaultwarden-send</em>. Über diese Funktion kann ich Dateien oder kurze Texte in den Vault hochladen und danach einen Link zum Herunterladen generieren.
Zusätzlich kann ich diesen Link noch mit Passwort-Schutz und sonstigen Parameter versehen. Diesen Link kann ich ruhigen Gewissens unverschlüsselt per E-Mail verschicken. Die Daten liegen verschlüsselt auf der Server-Festplatte und löschen sich  standardmäßig nach sieben Tagen selbst.</p>

<h3 id="tipps-zu-vaultwarden" data-numberify>Tipps zu Vaultwarden<a class="anchor ms-1" href="#tipps-zu-vaultwarden"></a></h3>

<h4 id="standard-einstellungen" data-numberify>Standard-Einstellungen<a class="anchor ms-1" href="#standard-einstellungen"></a></h4>
<p>Ich empfehle zwei Standard-Einstellungen zu ändern:</p>
<ul>
<li><code>Standard-URI Übereinstimmungserkennung</code> auf <code>Beginnt mit</code>
<ul>
<li>das funktioniert bei mir am zuverlässigsten.</li>
<li>gerade auch in Kombination, dass im URL-Feld des jeweiligen Eintrags dann nur die Domain hinterlegt wird.</li>
<li>Das bedeutet ohne Pfade und sonstige Parameter!</li>
<li>Auffindbar derzeit unter: <code>Einstelllungen-&gt;Automatisches Ausfüllen</code></li>
</ul>
</li>
<li><code>Zwischenablage leeren</code> würde ich auf einen kurzen Zeitraum setzen,  z.B. auf 30 Sekunden.
<ul>
<li>soweit ich mich erinnere ist der Standard <code>niemals</code>.</li>
<li>Auffindbar derzeit unter: <code>Einstelllungen-&gt;Sonstiges</code></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Leider muss die Einstellung in <strong>jedem Client einzeln</strong> gesetzt werden (Browser-Plugin, Smartphone-App usw.)</p>

<h4 id="admin-seite" data-numberify>Admin-Seite<a class="anchor ms-1" href="#admin-seite"></a></h4>
<p>Die Admin-Seite würde ich aus Sicherheitsgründen ausschalten bzw. ausgeschaltet lassen.
Wenn ich die Funktionalität doch einmal benötige, schalte ich sie kurzzeitig ein, auch wenn es zwei kurze Downtimes bedeutet.</p>

<h4 id="verständnis-entwickeln" data-numberify>Verständnis entwickeln<a class="anchor ms-1" href="#verständnis-entwickeln"></a></h4>
<p>Als ich <em>vaultwarden</em> aufgesetzt habe, hatte ich zuerst zwei Test-Accounts angelegt.
Danach habe ich eine &ldquo;Organistation&rdquo; und mehrere &ldquo;Sammlungen&rdquo; angelegt.
Mit diesen zwei Accounts konnte ich dann ein besseres Verständnis der beiden Begriffe und des Berechtigungssystems erlangen.</p>

<h2 id="email" data-numberify>EMail<a class="anchor ms-1" href="#email"></a></h2>
<p>Das ist für mich persönlich so ein großes Unlust-Thema und PITA.<br>
Seit ich online bin, lagere ich diesen Service als Dienstleistung aus. Ich klicke mir irgendwo eine Domain und einen E-Mail-Speicherplatz und lasse das Menschen machen, die mehr Ahnung von dem Thema haben als ich.
Aktuell bin ich seit Jahren sehr glücklich bei <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=11" target="_blank" rel="noopener noreferrer">uberspace<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>.<br>
Ich habe bei denen mehrere Accounts (<code>asteroid</code> genannt). Dort lassen sich ohne Zusatzkosten Domains &ldquo;aufschalten&rdquo;.
In deren verfügbarer Dokumentation (<code>manual</code>) sind die benötigten Befehle recht gut beschrieben, sofern man sich an die Kommandozeile herantraut.
In deren Dokumentationsbereich namens <code>Uberlab</code> sind weitere Möglichkeiten beschrieben, zusätzliche Software zu installieren; inkl. Update-Schritten. Vielfach ist es nur ein copy&amp;paste von vorgefertigten Befehlen.</p>

<h2 id="idee-und-ausblick" data-numberify>Idee und Ausblick<a class="anchor ms-1" href="#idee-und-ausblick"></a></h2>
<p>Soweit ein Einblick in mein Setup und so wie es für mich funktioniert und bewährt hat. Ich habe versucht es kurz zu halten und bei ausufernden Themen mit Verweisen zu arbeiten.</p>
<p>Wer mag, kann die für sich passenden Informationen herausziehen und die eigenen Verhältnisse und Anforderungen anpassen oder ein Konzept zu entwickeln.</p>
<p>Auf der Wunschliste steht noch die Generierung der TLS-Zertifikate per <em>Let&rsquo;s-Encypt</em>, da muss ich mich nochmal einlesen, wie ich dies umsetze, wenn die Systeme nicht von außen erreichbar sind.</p>

<h2 id="changelog" data-numberify>Changelog<a class="anchor ms-1" href="#changelog"></a></h2>
<table>
  <thead>
      <tr>
          <th>Datum</th>
          <th>Änderung</th>
      </tr>
  </thead>
  <tbody>
      <tr>
          <td>16.01.2026</td>
          <td>Vaultwarden: Hinweis auf Admin-Seite und ein paar Unterüberschriften in diesem Absatz hinzugefügt.</td>
      </tr>
  </tbody>
</table>]]></content:encoded>
    <enclosure url="https://www.rainerrose.de/wallpaper/posts/hardware.jpg" length="1385855" type="image/.jpg" />
    </item>
    
    <item>
      <title>Ansible Rolle export_nextcloud</title>
      <link>https://www.rainerrose.de/posts/export-nextcloud-rolle/</link>
      <pubDate>Sat, 22 Feb 2025 15:37:52 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.rainerrose.de/posts/export-nextcloud-rolle/</guid>
      <description><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Derzeit sichere ich meine Nextcloud-Instanz mit einem dateibasierten Backup-Tool, sowie einem Dump der Datenbank.
Letztens hatte ich in meinem Umfeld jemanden, der ein paar Kontakte aus Versehen gelöscht hat. Nun können die vermissten Kontakte zwar aus dem Dump der Datenbank herausgepfriemelt werden, schön ist das aber nicht.</p>
<p>Nach etwas Recherche bin ich auf einen recht simplen <code>curl</code>-Befehl gestoßen, der eine <code>.ics</code> bzw <code>.vcf</code>-Datei heraus exportiert.</p>
<p>Dies ist dann doch aus meiner Sicht etwas einfacher. Sofern z.B. alle Kontakte gelöscht worden sind, reicht dann sogar ein Doppelklick auf die Datei und alle Kontakte werden wieder importiert. Dies sollte wesentlich stressfreier sein.</p>
<p>Als Familien-Admin möchte ich den Export für alle Nutzenden der Instanz regelmäßig machen; daher habe ich mir eine Ansible-Rolle dafür gestrickt.</p>
<p>Das Grundprinzip und die Konfiguration der Rolle möchte ich in diesem Artikel beschreiben.</p>]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Derzeit sichere ich meine Nextcloud-Instanz mit einem dateibasierten Backup-Tool, sowie einem Dump der Datenbank.
Letztens hatte ich in meinem Umfeld jemanden, der ein paar Kontakte aus Versehen gelöscht hat. Nun können die vermissten Kontakte zwar aus dem Dump der Datenbank herausgepfriemelt werden, schön ist das aber nicht.</p>
<p>Nach etwas Recherche bin ich auf einen recht simplen <code>curl</code>-Befehl gestoßen, der eine <code>.ics</code> bzw <code>.vcf</code>-Datei heraus exportiert.</p>
<p>Dies ist dann doch aus meiner Sicht etwas einfacher. Sofern z.B. alle Kontakte gelöscht worden sind, reicht dann sogar ein Doppelklick auf die Datei und alle Kontakte werden wieder importiert. Dies sollte wesentlich stressfreier sein.</p>
<p>Als Familien-Admin möchte ich den Export für alle Nutzenden der Instanz regelmäßig machen; daher habe ich mir eine Ansible-Rolle dafür gestrickt.</p>
<p>Das Grundprinzip und die Konfiguration der Rolle möchte ich in diesem Artikel beschreiben.</p>
<p>Auf die Bedienung und Verwendung von Ansible möchte ich hier nicht eingehen, da setze ich entsprechendes Wissen voraus.</p>
<p>Zum Zeitpunkt des Artikel ist die Nextcloud-Version 31 aktuell. Die Pfade, die in der Ansible-Rolle verwendet werden, orientieren sich an diesem Stand. Sollten sich die Subpfade der URLs ändern, müsste die Rolle angepasst werden.</p>

<h2 id="überblick" data-numberify>Überblick<a class="anchor ms-1" href="#überblick"></a></h2>
<p>Um die Rolle zu verstehen, ist es womöglich am einfachsten, sich das Vorgehen zu verdeutlichen, wenn ein manuelles Backup angefertigt werden soll. Dies soll hier in den nächsten Abschnitten beschrieben werden, um dann im nächsten Schritt zur Automatisierung zu kommen.</p>

<h2 id="händisches-backup" data-numberify>Händisches Backup<a class="anchor ms-1" href="#händisches-backup"></a></h2>
<p>Melde dich als ersten Schritt in Deiner Nextcloud an.</p>

<h3 id="kontakte" data-numberify>Kontakte<a class="anchor ms-1" href="#kontakte"></a></h3>
<ul>
<li>Wähle den Reiter <code>Kontakte</code>.</li>
<li>Gehe nach unten auf der linken Seite und klicke da auf <code>Kontakte-Einstellungen</code>.</li>
</ul>
<p><picture><img class="img-fluid " alt="Weg zu den Kontakte-Einstellungen" src="https://www.rainerrose.de/images/posts/export-nextcloud-rolle/nextcloud-kontakte-weg.jpg?v=59fab2dd88dc536d0263c9c2916f2368" loading="lazy" width="595" height="464" />
</picture>

</p>
<ul>
<li>Navigiere jetzt zu den <code>Allgemeinen Einstellungen</code>.</li>
<li>Beim gewünschten Adressbuch auf die drei Punkte klicken (1)</li>
<li>und auf <code>Herunterladen</code> klicken (2).</li>
</ul>
<p><picture><img class="img-fluid " alt="Weg zu den Export der Kontakte" src="https://www.rainerrose.de/images/posts/export-nextcloud-rolle/nextcloud-kontakte-export.jpg?v=59f012e6d6fa7c320100b4896e27c389" loading="lazy" width="925" height="693" />
</picture>

</p>
<ul>
<li>Voilà! Es wird eine <code>.vcf</code>-Datei mit einem aktuellen Datumsstempel zum Download angeboten.</li>
</ul>

<h3 id="kalender" data-numberify>Kalender<a class="anchor ms-1" href="#kalender"></a></h3>
<ul>
<li>Wähle den Reiter <code>Kontakte</code>.</li>
<li>Wähle Deinen Kalender aus, den du exportieren möchtest.</li>
<li>Fahre Deine Maus etwas nach rechts bis das Stift-Icon erscheint (1) und klicke auf diesen.</li>
</ul>
<p><picture><img class="img-fluid " alt="Weg zu den Kalender-Einstellungen" src="https://www.rainerrose.de/images/posts/export-nextcloud-rolle/kalender-einstellungen-weg.jpg?v=4a778c757475d6d8fdc941d53a6da564" loading="lazy" width="623" height="264" />
</picture>

</p>
<ul>
<li>Im nächsten Dialog <code>Kalender bearbeiten</code> gibt es dann eine Schaltfläche mit der Beschriftung <code>Exportieren</code>.</li>
</ul>
<p><picture><img class="img-fluid " alt="Weg zu den Kalender-Einstellungen" src="https://www.rainerrose.de/images/posts/export-nextcloud-rolle/kalender-export.jpg?v=801d80930c1b8ce33e664c38ade642e3" loading="lazy" width="330" height="454" />
</picture>

</p>
<ul>
<li>Voilà! Es wird eine <code>.ics</code>-Datei mit einem aktuellen Datumsstempel zum Download angeboten.</li>
</ul>

<h2 id="automatisierung" data-numberify>Automatisierung<a class="anchor ms-1" href="#automatisierung"></a></h2>
<p>Jetzt wollen wir das ganze automatisieren; dafür gibt es meine Ansible-Rolle <code>export_nextcloud</code>. Die Rolle findet Du auf meinem <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=46" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gitlab-Account<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>.</p>
<p>Die Rolle solltest Du auf einem Linux-Host deployen, dem Du vertraust und der Zugriff auf die Nextcloud hat.</p>

<h3 id="minimale-angaben" data-numberify>Minimale Angaben<a class="anchor ms-1" href="#minimale-angaben"></a></h3>

<h4 id="variable-export_nextcloud_url" data-numberify>Variable export_nextcloud_url<a class="anchor ms-1" href="#variable-export_nextcloud_url"></a></h4>
<p>Zunächst benötigt die Rolle die URL, worunter die Nextcloud-Instanz erreichbar ist.
Dazu hinterlegst Du diese in der Variable <code>export_nextcloud_url</code> als Hostvariable, wo das Export-Script später laufen soll.</p>
<p>Beispiel:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-yaml" data-lang="yaml"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl"><span class="nt">export_nextcloud_url</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s2">&#34;https://meine.nextcloud.instanz&#34;</span><span class="w">
</span></span></span></code></pre></div>
<h4 id="variable-export_nextcloud_user" data-numberify>Variable export_nextcloud_user<a class="anchor ms-1" href="#variable-export_nextcloud_user"></a></h4>
<p>Jetzt brauchst Du eine Liste mit einem oder mehreren Usernamen, die du sichern möchtest. Zusätzlich ein Passwort und einen Zeitpunkt, wann das Export-Script laufen soll.</p>

<blockquote class="alert alert-warning" role="alert">
    <p class="alert-heading fw-bold">
      <i class="fas fa-exclamation-circle me-2"></i>Empfehlung
    </p>
    <p>Statt des regulären Passwortes für Deinen User, empfehle ich die Generierung eines Personal Access Token kurz &ldquo;<code>PAT</code>&rdquo;.</p>
</blockquote>
<p>Die Einrichtung eines <code>PAT</code> beschreibe ich <a href="/posts/nextcloud-pat-erstellen/">in einem anderem Blog-Artikel</a>.</p>
<p>Als dritten Parameter wird noch der Zeitstempel benötigt, wo der Export laufen soll.
Mit dieser Angabe wird später eine SystemD-Timer-Unit erstellt.</p>
<p>Die Syntax dieses Attributes folgt dem Parameter <code>on_calendar</code> von <a href="https://www.freedesktop.org/software/systemd/man/systemd.timer#OnCalendar=" target="_blank" rel="noopener noreferrer">systemd.unit(5)<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>.
Aus jeden <code>username</code> wird eine extra SystemD-Timer-Units erstellt, nach folgendem Muster:</p>
<ul>
<li><code>export_nextcloud-user1.timer</code></li>
<li><code>export_nextcloud-user2.timer</code></li>
</ul>
<p>Die Konfiguration sieht am Ende zum Beispiel so aus:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-yaml" data-lang="yaml"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl"><span class="nt">export_nextcloud_user</span><span class="p">:</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl"><span class="w">  </span>- <span class="nt">username</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s2">&#34;user1&#34;</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">3</span><span class="cl"><span class="w">    </span><span class="nt">password</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s2">&#34;password1&#34;</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">4</span><span class="cl"><span class="w">    </span><span class="nt">on_calendar</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s1">&#39;*-*-* 03:00&#39;</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">5</span><span class="cl"><span class="w">  </span>- <span class="nt">username</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s2">&#34;user2&#34;</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">6</span><span class="cl"><span class="w">    </span><span class="nt">password</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s2">&#34;password2&#34;</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">7</span><span class="cl"><span class="w">    </span><span class="nt">on_calendar</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s1">&#39;*-*-* 03:01&#39;</span><span class="w">
</span></span></span></code></pre></div>
<h3 id="optionale-angaben" data-numberify>Optionale Angaben<a class="anchor ms-1" href="#optionale-angaben"></a></h3>

<h4 id="variable-export_nextcloud_script_path" data-numberify>Variable export_nextcloud_script_path<a class="anchor ms-1" href="#variable-export_nextcloud_script_path"></a></h4>
<p>Die nächste Variable bestimmt, wohin das Script kopiert werden soll. Der Standardpfad lautet <code>/opt/export_nextcloud</code>.</p>

<h4 id="variable-export_nextcloud_backup_path" data-numberify>Variable export_nextcloud_backup_path<a class="anchor ms-1" href="#variable-export_nextcloud_backup_path"></a></h4>
<p>Über diese Variable kann bestimmt werden, wohin die exportierten Kalender- und Kontakte-Dateien hingeschrieben werden sollen.
<code>/backup/nextcloud_export</code> lautet hier der Standardpfad.</p>
<p>Hier entsteht pro Username eine Kalender- und eine Kontakte-Datei mit dem Username
nach folgendem Muster:</p>
<ul>
<li><code>kalender-${username}.ics</code></li>
<li><code>kontakte-${username}.vcf</code></li>
</ul>
<p>Und ja, ich war zu faul, noch ein extra Aufräum-Mechanismus zu schreiben.
Für die Versionierung ist bei mir mein Backup-Programm zuständig ;-) .
Das kann mein Sicherungsprogramm viel effizienter als ich.
Wenn ich an ältere Versionen herankommen möchte, muss ich die Sicherung bemühen; ich spare mir dadurch zusätzliche Fehlerquellen und Abhängigkeiten.</p>

<h4 id="variable-export_nextcloud_prometheus_path" data-numberify>Variable export_nextcloud_prometheus_path<a class="anchor ms-1" href="#variable-export_nextcloud_prometheus_path"></a></h4>
<p>Diese Variable legt den Pfad fest, wo die Prometheus-Statistiken hingeschrieben werden.</p>

<h4 id="variable-export_nextcloud_extra_curl_options" data-numberify>Variable export_nextcloud_extra_curl_options<a class="anchor ms-1" href="#variable-export_nextcloud_extra_curl_options"></a></h4>
<p>Diese Variable habe ich am 03.10.2025 eingeführt, weil der zugrunde liegende <code>curl</code> sich am selbst-signierten Zertifikat meiner Nextcloud-Instanz störte.
Mit dem Parameter <code>-k</code> oder <code>--insecure</code> lässt sich das aber übersteuern. Dies erforderte allerdings eine Anpassung des Scriptes.</p>
<p>Nun können weitere Parameter über diese Variable optional mitgegeben werden.</p>
<p>Im unteren Beispiel Ansible Playbook fügt ihr an den einen Task folgende zwei Zeilen an.</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-yaml" data-lang="yaml"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl"><span class="w">  </span><span class="nt">vars</span><span class="p">:</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl"><span class="w">    </span><span class="nt">export_nextcloud_extra_curl_options</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="s2">&#34;--insecure&#34;</span><span class="w">
</span></span></span></code></pre></div>
<h3 id="ansible-playbook" data-numberify>Ansible Playbook<a class="anchor ms-1" href="#ansible-playbook"></a></h3>
<p>Jetzt kannst Du die Rolle in ein Ansible-Playbook einbinden.</p>
<p>Ein minimales Beispiel wäre:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-yaml" data-lang="yaml"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl"><span class="nn">---</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl"><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">3</span><span class="cl"><span class="w"></span>- <span class="nt">name</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="l">Setup export_nextcloud</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">4</span><span class="cl"><span class="w">  </span><span class="nt">hosts</span><span class="p">:</span><span class="w"> </span><span class="l">export_nextcloud</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">5</span><span class="cl"><span class="w">  </span><span class="nt">roles</span><span class="p">:</span><span class="w">
</span></span></span><span class="line"><span class="ln">6</span><span class="cl"><span class="w">    </span>- <span class="l">export_nextcloud</span><span class="w">
</span></span></span></code></pre></div>
<h2 id="backup" data-numberify>Backup<a class="anchor ms-1" href="#backup"></a></h2>
<p>Im Nachgang bzw. nach dem Ausführen der jeweiligen SystemD-Timer-Unit, empfehle ich noch ein Backup des Verzeichnisses wo die exportierten Dateien liegen.
Das Verzeichnis kannst zum Beispiel dateibasiert mittels deiner präferierten Wunsch-Backup-Software gesichert werden.
Ich selbst habe dazu die Pfade in meinem Sicherungsscript aufgenommen; hier verwende ich <code>restic</code> seit längerem erfolgreich.</p>

<h2 id="fertig" data-numberify>Fertig.<a class="anchor ms-1" href="#fertig"></a></h2>
<p>Im Grunde war es das auch schon. Viel Spaß beim Benutzen.
Der Source-Code der Rolle liegt in meinem <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=46" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gitlab-Account<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>.</p>

<h2 id="changelog" data-numberify>Changelog<a class="anchor ms-1" href="#changelog"></a></h2>
<table>
  <thead>
      <tr>
          <th>Datum</th>
          <th>Änderung</th>
      </tr>
  </thead>
  <tbody>
      <tr>
          <td>03.10.2025</td>
          <td>Neue optionale Variable <code>export_nextcloud_extra_curl_options</code></td>
      </tr>
  </tbody>
</table>]]></content:encoded>
    <enclosure url="https://www.rainerrose.de/wallpaper/posts/nextcloud.png" length="9229" type="image/.png" />
    </item>
    
    <item>
      <title>Systemd</title>
      <link>https://www.rainerrose.de/docs/linux/systemd/</link>
      <pubDate>Sat, 28 Dec 2024 12:48:58 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.rainerrose.de/docs/linux/systemd/</guid>
      <description><![CDATA[<!-- Anreißer -->

<h2 id="notizensammlung" data-numberify>Notizensammlung<a class="anchor ms-1" href="#notizensammlung"></a></h2>
<p>Dinge, die ich mir bei <code>systemd</code> nicht merken kann. Und bevor ich wieder Suchmaschinen oder man-Pages bemühen muss, schreibe ich sie hier lieber nieder.</p>]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<!-- Anreißer -->

<h2 id="notizensammlung" data-numberify>Notizensammlung<a class="anchor ms-1" href="#notizensammlung"></a></h2>
<p>Dinge, die ich mir bei <code>systemd</code> nicht merken kann. Und bevor ich wieder Suchmaschinen oder man-Pages bemühen muss, schreibe ich sie hier lieber nieder.</p>

<h2 id="im-hintergrund-starten" data-numberify>Im Hintergrund starten<a class="anchor ms-1" href="#im-hintergrund-starten"></a></h2>
<p>Parameter <code>--no-block</code> verwenden, damit der Prompt gleich wieder kommt und nicht auf Beendigung gewartet wird; praktisch für Backup-Jobs außerhalb der Reihe.</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">systemctl start resticprofile_full-backup.service --no-block
</span></span></code></pre></div>
<h2 id="timer-in-systemd" data-numberify>Timer in SystemD<a class="anchor ms-1" href="#timer-in-systemd"></a></h2>
<p>wird gerne von snap-Paketen genutzt, die keinen cronjob installieren.</p>
<p>Auflistung</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">systemctl list-timers <span class="o">[</span>--all<span class="o">]</span>
</span></span></code></pre></div><p>In der Auflistung steht dann auch der timer, wo die Zeitdefinition drin
steht und welche start-Unit anzieht.</p>
<p>Verzeichnis vielfach: <code>/etc/systemd/system/foo.timer</code></p>

<h2 id="als-ersatz-für-at" data-numberify>Als Ersatz für at<a class="anchor ms-1" href="#als-ersatz-für-at"></a></h2>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">systemd-run --user --on-calendar<span class="o">=</span><span class="s2">&#34;2024-12-28 10:31:19&#34;</span> Befehl Parameter....
</span></span></code></pre></div><p>ggf. <code>sudo</code> davor für <code>root</code>.</p>

<h2 id="failed-units" data-numberify>failed Units<a class="anchor ms-1" href="#failed-units"></a></h2>

<h3 id="alle-auflisten" data-numberify>Alle auflisten<a class="anchor ms-1" href="#alle-auflisten"></a></h3>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">systemctl status --failed
</span></span></code></pre></div>
<h3 id="resetten" data-numberify>Resetten<a class="anchor ms-1" href="#resetten"></a></h3>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">systemctl reset-failed &lt;unit-name&gt;
</span></span></code></pre></div>
<h2 id="auskunft-über-pids" data-numberify>Auskunft über pids<a class="anchor ms-1" href="#auskunft-über-pids"></a></h2>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">systemctl status &lt;pid&gt;
</span></span></code></pre></div>
<h2 id="changelog" data-numberify>Changelog<a class="anchor ms-1" href="#changelog"></a></h2>
<table>
  <thead>
      <tr>
          <th>Datum</th>
          <th>Änderung</th>
      </tr>
  </thead>
  <tbody>
      <tr>
          <td>05.11.2025</td>
          <td>failed-Kommandos hinzugefügt</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>28.03.2026</td>
          <td>Auskunft über pids</td>
      </tr>
  </tbody>
</table>]]></content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>CACHEDIR.TAG</title>
      <link>https://www.rainerrose.de/posts/cachedirtag/</link>
      <pubDate>Sat, 01 Jun 2024 15:50:36 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.rainerrose.de/posts/cachedirtag/</guid>
      <description><![CDATA[<!-- Anreißer --> 
<p>Bei einem dateibasierten Backup wollte ich nicht immer alle Dateien und Unterverzeichnisse in die Sicherung mit aufnehmen.</p>
<p>Viele Tool wie <code>restic</code>, <code>backup</code> oder auch <code>tar</code> unterstützen eine externe Datei, wo diese Ausnahmen gepflegt werden können.</p>
<p>Allerdings vergesse ich manchmal diese Datei zu pflegen oder die Syntax ist etwas umständlich.</p>
<p>Manchmal möchte man auch <em>nur-mal-eben-schnell</em> <sup>(tm)</sup> ein Verzeichnis ausschließen.</p>
<p>Dafür gibt es die Möglichkeit über eine Datei namens <code>CACHEDIR.TAG</code> zu nutzen.</p>]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<!-- Anreißer --> 
<p>Bei einem dateibasierten Backup wollte ich nicht immer alle Dateien und Unterverzeichnisse in die Sicherung mit aufnehmen.</p>
<p>Viele Tool wie <code>restic</code>, <code>backup</code> oder auch <code>tar</code> unterstützen eine externe Datei, wo diese Ausnahmen gepflegt werden können.</p>
<p>Allerdings vergesse ich manchmal diese Datei zu pflegen oder die Syntax ist etwas umständlich.</p>
<p>Manchmal möchte man auch <em>nur-mal-eben-schnell</em> <sup>(tm)</sup> ein Verzeichnis ausschließen.</p>
<p>Dafür gibt es die Möglichkeit über eine Datei namens <code>CACHEDIR.TAG</code> zu nutzen.</p>

<h2 id="voraussetzungen" data-numberify>Voraussetzungen<a class="anchor ms-1" href="#voraussetzungen"></a></h2>
<p>Diese Datei muss nur zwei Voraussetzungen erfüllen:</p>
<ol>
<li>Der Name der Datei muss <code>CACHEDIR.TAG</code> lauten und zwar in genau der Schreibweise.</li>
<li>Der Inhalt der Datei muss einen bestimmten Inhalt haben.</li>
</ol>

<h2 id="name-der-datei" data-numberify>Name der Datei<a class="anchor ms-1" href="#name-der-datei"></a></h2>
<p>Der Name der Datei muss genau <code>CACHEDIR.TAG</code> lauten; hierbei ist auch auf Groß- und Kleinschreibung zu achten.</p>

<h2 id="inhalt-der-datei" data-numberify>Inhalt der Datei<a class="anchor ms-1" href="#inhalt-der-datei"></a></h2>
<p>Am Anfang der Datei muss ein bestimmter Inhalt stehen, er lautet:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-fallback" data-lang="fallback"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">Signature: 8a477f597d28d172789f06886806bc55
</span></span></code></pre></div><p>So eine Datei kann auch über ein Shell erstellt werden, z.B. so:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl"><span class="nb">echo</span> <span class="s2">&#34;Signature: 8a477f597d28d172789f06886806bc55&#34;</span> &gt; CACHEDIR.TAG
</span></span></code></pre></div><p>Wichtig hierbei sind nur die ersten 43 Octets der Datei. Danach können noch weitere Informationen kommen, wie z.B. eine kleine Notiz:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-fallback" data-lang="fallback"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">Signature: 8a477f597d28d172789f06886806bc55
</span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl"># Diese Datei bedeutet, dass dieses Unterverzeichnis und seine Inhalte vom Backup ausgeschlossen werden.
</span></span></code></pre></div><p>Aber auch hier muss auf die Groß- und Kleinschreibung beim Inhalt der Datei geachtet werden.
Alternativ kann man diese Datei auch nutzen, um eine solche Datei mit Ausnahmen zu erstellen.
Diese Datei lässt sich dann z.B. mit dem Programm <code>tar</code> auswerten, um ein Archiv zu erstellen, was diese Verzeichnisse auslässt.</p>
<p>Beispiel:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">find . -name CACHEDIR.TAG <span class="p">|</span> sed -e <span class="s1">&#39;s/[/]CACHEDIR.TAG-//g&#39;</span> &gt;/tmp/excludes
</span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl"> tar cvf /tmp/backup.tar --exclude-from/tmp/excludes .
</span></span></code></pre></div><p>Diese Tagging-Konvention lässt sich somit auch für weitere Tools benutzen, auch wenn diese die Konvention noch nicht direkt unterstützen. Definitionen von Ausnahme-Listen unterstützen meist viele Programme und über diesen kleinen Umweg, lässt sich die Tagging-Technik schon jetzt meist ohne Änderung der Programme nutzen.</p>
<p>Die Tools <code>restic</code> und <code>borg</code> können mit dem Parameter <code>--exclude-caches</code> angewiesen werden, die Datei <code>CACHEDIR.TAG</code> zu berücksichtigen. Hier werden dann automatisch die Verzeichnisse mit ihren Unterinhalten vom Backup ausgenommen, die eine solche Datei enthalten.</p>
<p>Beispiel:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">restic -r /backup/backup_home_dirs backup --exclude-caches /home/
</span></span></code></pre></div><p>Auch Verzeichnisse wie <code>/var/cache</code> lassen sich damit elegant aus dem Backup aussparen.</p>
<p>Ich bin sehr froh dieses entdeckt zu haben, da ich jetzt nicht mehr für jede Ausnahme pflegen muss und dann wieder das Backup-Script irgendwo einchecken oder auf irgendwelche Server verteilen muss. Hier reicht jetzt das triviale Anlegen einer Datei in dem gewünschten Verzeichnis.</p>

<h2 id="credits" data-numberify>Credits<a class="anchor ms-1" href="#credits"></a></h2>
<p>Die ursprüngliche Idee bzw. Vorschlag stammt von Bryan Ford und kann <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=42" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier nachgelesen<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>  werden.</p>]]></content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Backupkonzept</title>
      <link>https://www.rainerrose.de/posts/backupkonzept/</link>
      <pubDate>Sat, 16 Dec 2023 17:46:08 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.rainerrose.de/posts/backupkonzept/</guid>
      <description><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Heute möchte ich über das Thema Datensicherung aka Backups schreiben. Hier und da wurde ich gefragt, wie ich das löse bzw. umgesetzt habe.</p>
<p>Mariannes <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=28" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog-Artikel<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>
gab den Ausschlag dieses nun endlich mal aufzuschreiben.</p>
<p>Es wird eine kleine Reise werden. Ich werde über die grundsätzlichen Gedanken berichten, die ich mir gemacht habe, als auch etwas in technische Details gehen.
Ebenso werde ich Dinge niederschreiben, die sich <strong>nicht</strong> bewährt haben, da dies evtl. für andere ebenfalls hilfreich erweisen sein.</p>
<p>Dieser Artikel wird länger ;-)</p>]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<!-- Anreißer -->
<p>Heute möchte ich über das Thema Datensicherung aka Backups schreiben. Hier und da wurde ich gefragt, wie ich das löse bzw. umgesetzt habe.</p>
<p>Mariannes <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=28" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog-Artikel<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>
gab den Ausschlag dieses nun endlich mal aufzuschreiben.</p>
<p>Es wird eine kleine Reise werden. Ich werde über die grundsätzlichen Gedanken berichten, die ich mir gemacht habe, als auch etwas in technische Details gehen.
Ebenso werde ich Dinge niederschreiben, die sich <strong>nicht</strong> bewährt haben, da dies evtl. für andere ebenfalls hilfreich erweisen sein.</p>
<p>Dieser Artikel wird länger ;-)</p>

<h2 id="start" data-numberify>Start<a class="anchor ms-1" href="#start"></a></h2>
<p>Grundsätzlich wollte ich das Backup am Ende so gestalten, dass es für mich relativ einfach ist anzuwenden. Sind beim Anfertigen eines Backups mehrere Vorbereitungen notwendig oder muss ich minutenlang einem Script zuschauen, neige ich dazu, das Backup zu vergessen oder &ldquo;gerade keine Zeit&rdquo; zu haben.
Und ein Backup sollte natürlich möglichst aktuell sein.
<strong>Ein</strong> Ziel von mehreren muss also <em>die Cloud</em><sup>(tm)</sup> sein.
Damit entfällt das Gestöpsel von einer externe Festplatte und es gibt eine Ausrede weniger. Weiterhin bietet dies die Möglichkeit, das Backup weiter zu automatisieren, z.B. beim Runterfahren des PCs. Dazu jedoch später mehr.</p>

<h2 id="was-will-ich-sichern-und-warum" data-numberify>Was will ich sichern und warum?<a class="anchor ms-1" href="#was-will-ich-sichern-und-warum"></a></h2>
<p>Der erste Schritt, den ich getan habe, war mir zu überlegen, <strong>was</strong> ich alles sichern möchte und ich habe mir folgende Fragen gestellt:</p>

<h3 id="was-ist-mir-wichtig" data-numberify>Was ist mir wichtig?<a class="anchor ms-1" href="#was-ist-mir-wichtig"></a></h3>
<p>Habe ich Dinge, an denen mein Herz hängt? Die Antwort lautet: <em>&ldquo;Ja&rdquo;</em> und zwar z.B.</p>
<ul>
<li>Fotos, Videos</li>
<li>bestimmte E-Mails</li>
<li>Systemeinstellungen</li>
<li>Programm-Einstellungen</li>
<li>selbst geschriebene Scripte</li>
<li>Dokumente</li>
</ul>

<h3 id="gibt-es-nicht-ganz-so-wichtige-daten" data-numberify>Gibt es nicht ganz so wichtige Daten?<a class="anchor ms-1" href="#gibt-es-nicht-ganz-so-wichtige-daten"></a></h3>
<p>Gibt es Dinge, die ich zwar sichern möchte, aber es vielleicht nicht so schlimm ist, wenn ich sie doch verliere? Dies wird später wichtig, in welche Sicherungs-Archive ich Dateien zuordne. Zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>ISO-Dateien von gekauften CDs</li>
<li>alte Installations-CDs von Steuer- oder Finanzsoftware</li>
</ul>

<h3 id="habe-ich-unwichtige-dinge" data-numberify>Habe ich unwichtige Dinge?<a class="anchor ms-1" href="#habe-ich-unwichtige-dinge"></a></h3>
<p>Kann ich Daten sparen bzw. das Backup kleiner machen? Kann ich Dinge ausschließen? Beispiele:</p>
<ul>
<li>temporäre Dateien</li>
<li>Download-Ordner</li>
<li><code>thumbnails</code>-Ordner</li>
<li><code>Cache</code>-Ordner</li>
</ul>
<p>All das verringert unter anderem die Größe eines Archivs, was wiederum Kosten spart. Eine größere externe Festplatte oder mehr Cloud-Speicherplatz kosten nun mal Geld.
Dateien, die beim Backup übergangen werden können, sparen zudem Zeit, weil sie nicht gelesen werden müssen. Das hat den Vorteil, dass auch der einzelne Lauf schneller geht, was wiederum mehr motiviert, ein Backup durchzuführen.</p>
<p>Je nach Art des Backup-Programms gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, entweder bestimmte Dateien oder
Pfade zu definieren, die ich ausschließen möchte. Zum Teil lassen sich sogar generische Muster von Dateinamen oder Verzeichnispfaden
definieren. Diese Muster sind flexibler als starre Listen, weil ich dann nicht mehr absolut und gewissenhaft jeden einzelnen
<code>thumbnails</code>-Unterordner definieren muss.</p>
<p>Einige Backup-Programme unterstützen auch eine Datei namens <a href="/posts/cachedirtag/">CACHEDIR.TAG</a> .<br>
Dies ist eine simple Text-Datei, die einen bestimmten Inhalt haben muss. Befindet sich diese Datei in einem Ordner (zum Beispiel der Download-Ordner) so wird dieser Inhalt vom Backup-Lauf ausgenommen. Wie die Datei genau aussehen muss, habe ich in <a href="/posts/cachedirtag/">diesem Blog-Artikel</a> beschrieben.</p>

<h3 id="vertraulichkeit" data-numberify>Vertraulichkeit<a class="anchor ms-1" href="#vertraulichkeit"></a></h3>
<p>Zudem wollte ich ein Backup haben, das für andere Personen wertlos ist, wenn es ihnen in die Hände fällt. Hier bietet es sich an das Archiv zu verschlüsseln.</p>

<h2 id="wie-will-ich-sichern" data-numberify>Wie will ich sichern?<a class="anchor ms-1" href="#wie-will-ich-sichern"></a></h2>
<p>Ich habe mich für eine <strong>dateibasierte Sicherung</strong> entschieden. Vielfach musste ich in der Vergangenheit bisher nur einzelne Dateien oder Ordner wiederherstellen. Im allerschlimmsten Fall, musste ich meinen Rechner komplett neu aufsetzen. In diesem Fall habe ich die Installationsmedien des Betriebssystems und der jeweiligen installierten Programme zu Hause vorrätig.</p>
<p>Alternativ müsste ich mir die Medien aus diesem Internet neu herunterladen. Es gibt zwar Tools, mit denen man die komplette Festplatte inklusive ihrer Konfigurationen sichern kann, aber dies erfordert meist mehrere Handgriffe und eine Downtime des Rechners. Die Erfahrung zeigt, dass man dies nur selten macht, eben weil es so umständlich ist.
Als initiale Sicherung mag dies jedoch eine gute Idee sein.</p>
<p>Insofern wollte ich eine bequeme Lösung haben, wo ich nicht viel tun muss. Ich wollte nicht allzu oft meine externe Festplatte anschließen, denn das bietet sonst nur Ausreden Nahrung.</p>

<h3 id="und-was-ist-mit-dem-betriebssystem" data-numberify>Und was ist mit dem Betriebssystem?<a class="anchor ms-1" href="#und-was-ist-mit-dem-betriebssystem"></a></h3>
<p>Ich habe vom jeweiligen Betriebssystem ein Installationsmedium; das reicht mir. Im schlechtesten Fall muss ich den kompletten Rechner neu aufsetzen; egal ob Windows oder Linux. Im schlimmsten Fall sind die Installationsmedien auch noch aus dem Internet herunterladbar.</p>

<h2 id="3-2-1" data-numberify>3-2-1<a class="anchor ms-1" href="#3-2-1"></a></h2>

<blockquote class="alert alert-info" role="alert">
    <p class="alert-heading fw-bold">
      <i class="fas fa-info-circle me-2"></i>Hinweis
    </p>
    <p>Hinweis: Das 3-2-1-Prinzip bedeutet in kurz:<br>
Du hast <strong>drei</strong> Kopien auf <strong>zwei</strong> unterschiedlichen Medien, wobei <strong>eine</strong> Kopie außerhalb liegt.</p>
</blockquote>

<h3 id="schnelle-sicherung-lokal" data-numberify>Schnelle Sicherung: lokal<a class="anchor ms-1" href="#schnelle-sicherung-lokal"></a></h3>
<p>Was im Grunde übrig bleibt, sind viele Dateien unterschiedlicher Größe und Wichtigkeit. Sehr lange habe ich dafür
<a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BorgBackup<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a> benutzt, einfach auch weil es bei meiner Distribution dabei war und ich mich dann nicht um Programm-Updates kümmern muss(te).
Inzwischen verwende ich <a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=30" target="_blank" rel="noopener noreferrer">restic<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a> - zu den Gründen komme ich später.</p>
<p>Die allererste Sicherung geht erst einmal lokal auf die Festplatte in einem extra Bereich; unter Linux ist das bei mir der Pfad <code>/backup</code>. Die Dateisystem-Rechte sind so gesetzt, dass hier nur ein Benutzer mit administrativen Rechten herankommt. Das schützt unter anderem vor versehentlichen Löschen.</p>
<p>Die eigentliche Arbeit erledigt ein selbst geschriebenes <code>bash</code>-Script. Dieses Script kann z.B. beim Runterfahren des PCs verwendet werden. Der Vorteil: Ich muss dem Script nicht zugucken und alle Programme sind geschlossen. Dies ermöglicht ein konsistentes Backup der Dateien, weil sich keine Dateien mehr ändern. Ggf. kann ich dies sogar remote per ssh vom Handy aus aufrufen, weil ich für ein <code>bash</code>-Script keine Oberfläche benötige.</p>
<p>Wenn das Script fertig ist, fährt es den PC komplett runter und schickt mir eine Discord-Nachricht aufs Handy mit einer Statusmeldung.
Für dieses Script habe ich mich schon vor einiger Zeit in einen <a href="../discord-bot/">eigenen Blog-Artikel</a>
verfasst.</p>
<p>Wenn das Script fehler<strong>frei</strong> durchgelaufen ist, kann ich die Steckerleiste ausschalten und habe keinen Standby-Stromverbrauch mehr. Im <strong>Fehlerfall</strong> weiß ich Bescheid, dass irgendwo ein Fehler passiert ist und ich evtl. kein aktuelles Backup habe.</p>
<p>Auf Servern starte ich dieses (ggf. abgewandelte und angepasste Script) automatisch per <code>crontab</code>. Im Fehlerfall weiß ich Bescheid, dass ich bei nächster Gelegenheit mal auf das System gucken sollte, was da genau schief gelaufen ist. Im einfachsten Fall ist es eine Datei, die sich dann im laufenden Betrieb geändert hat, aber auch schon volle Backup-Partitionen hatte ich. Ja, Monitoring auf den privaten Systemen ist Punkt 3.520.230 auf meiner TODO-Liste.</p>

<h3 id="aufräumen" data-numberify>Aufräumen<a class="anchor ms-1" href="#aufräumen"></a></h3>
<p>Am besten räumt man vorher auf, hat also etwas Datendisziplin. Mehrere Versionen einen Schnappschusses bereinigt man um die Version, die man aufheben möchte. Eigene Filmaufnahme oder Filmschnipsel kürzen und verwackelte, unscharfe Handyvideos fressen auch nur unnötig Platz.</p>
<p>Die Programme <code>borg</code> bzw. <code>restic</code> können Sicherungen zudem automatisch ausdünnen. Über Parameter kann ein Backup anhand definierter Regeln ausgedünnt werden. Beispielweise bleiben die letzten 7 täglichen Backups erhalten und für den Rest des Monats wird ein wöchentlicher Schnappschuss aufbewahrt. Danach wird nur der neueste monatliche Schnappschuss aufbewahrt. Durch die fest definierten Regeln, wird ein manuelles und damit meist fehlerträchtiges Heraussuchen vermieden.</p>

<h3 id="sicherung-cloud" data-numberify>Sicherung Cloud<a class="anchor ms-1" href="#sicherung-cloud"></a></h3>
<p>Das selbe Script hat einen optionalen Schalter, wo diese Sicherung &ldquo;in die Cloud&rdquo; angeschaltet werden kann. Dieser Schritt kommt zwischen dem Ende der lokalen Sicherung und dem letztendlichen Herunterfahren des Rechners.</p>

<h3 id="offsite-backup" data-numberify>Offsite-Backup<a class="anchor ms-1" href="#offsite-backup"></a></h3>
<p>Um eine weitere Kopie meiner Daten zu haben, habe ich mir zwei externe Festplatten beschafft. Eine liegt immer neben dem Rechner, ist aber nicht angeschlossen, die andere liegt bei meinen Eltern. Die externen Platten sind außen beschriftet und haben auch ein Software-Label, so dass ich sie beim Einhängen in das Dateisystem unterscheiden kann.
Alle paar Tage stöpsle ich dann die externe Festplatte an und synchronisiere die lokale Sicherung vom dem PC auf diese. Nach der Sicherung stöpsle ich sie wieder ab und die Festplatte ist dann vor versehentlichen Löschen sicher.</p>
<p>Diese Festplatte bringe ich dann alle paar Wochen zu meinen Eltern und tausche sie mit dort liegenden Festplatte aus.
So habe ich im Fall der Fälle (Hausbrand, Einbruch usw.) eine weitere Kopie an einem anderen Ort. Der Stand der Sicherung ist dann möglicherweise ein paar Wochen alt, aber immerhin besser als ein Totalverlust.</p>
<p>In der Summe sind die Daten jetzt <strong>fünfmal</strong> vorhanden.</p>

<h2 id="aber-" data-numberify>Aber !?!<a class="anchor ms-1" href="#aber-"></a></h2>

<h3 id="die-kosten" data-numberify>Die Kosten<a class="anchor ms-1" href="#die-kosten"></a></h3>

<h4 id="usb-festplatten" data-numberify>USB-Festplatten<a class="anchor ms-1" href="#usb-festplatten"></a></h4>
<p>Die externen Festplatten tausche ich alle paar Jahre aus. Nicht nur weil sie irgendwann zu klein werden, sondern ich möchte Bitfäule und mechanischem Ausfall vorbeugen. Die Variante als drehenden Rost ist derzeit noch die billigste Variante pro Gigabyte.</p>

<h4 id="cloud" data-numberify>Cloud<a class="anchor ms-1" href="#cloud"></a></h4>
<p>Ja auch Cloud-Storage-Anbieter möchten Geld verdienen; schließlich müssen Server und Personal irgendwie bezahlt werden.</p>

<h4 id="alternative" data-numberify>Alternative?<a class="anchor ms-1" href="#alternative"></a></h4>
<p>In der Summe sind mir meine Daten lieb und diesen Preis wert. Die Alternative wäre ein Totalverlust und das möchte ich nicht.</p>

<h3 id="sync" data-numberify>Sync<a class="anchor ms-1" href="#sync"></a></h3>
<p>Das führende Backup ist die Sicherung auf dem lokalen PC. Zum Synchronisieren auf die externe Platte nutze ich <code>rsync</code>, in die Cloud verwende ich <code>rclone</code>. Beide Tools haben mehrere Vorteile. Das lokale Backup hat einen konsistenten Stand. Die Synchronisation kann im Hintergrund laufen. Weil der neueste Stand immer lokal vorhanden ist, müssen nur die Differenzen in die Cloud oder die externe Festplatte übertragen werden, d.h. es geht sehr schnell.
Zudem muss ich mir keine Gedanken machen, wo wie welcher Stand ist und ob und wo ich irgendwelche Voll- oder inkrementelle Backups gemacht habe oder noch machen muss.
Auch das automatische Ausdünnen bzw. aufräumen der Backups wird dann auf allen Zielen automatisch mitgezogen bzw. vollzogen.
Da ich nur stumpf Dateien hin und her kopiere, ist die Wahl des Backup-Programms (<code>borg</code> oder <code>restic</code>) irrelevant.</p>

<h3 id="online-speicher-aka-cloud" data-numberify>Online-Speicher aka Cloud<a class="anchor ms-1" href="#online-speicher-aka-cloud"></a></h3>
<p>Cloud !!!111EinsElf Oh! Nein! Doch!</p>
<p>Die Programme <code>borg</code> bzw. <code>restic</code> können Out-of-the-box stark verschlüsseln. Die Archive können mit einer Datei oder einen starken Passwort gesichert werden. Insofern ist Wahl des Anbieters für den Cloud-Storage unabhängig von dessen Vertrauenswürdigkeit. Mit den verschlüsselten Dateien kann ohne das Passwort niemand etwas anfangen. Somit können Parameter wie Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und der Preis entscheiden.</p>
<p>Ich persönlich habe mich aufgrund
<a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=31" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mariannes restic-Artikel<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>
ebenfalls für <del><em>Backblaze</em></del><sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> entschieden. Das Tool <code>rclone</code> synchronisiert wie gefordert die dateibasierte Sicherung und unterstützt deren Produkt <em>B2 Cloud</em>.</p>

<h3 id="download-kostet-aber" data-numberify>Download kostet aber<a class="anchor ms-1" href="#download-kostet-aber"></a></h3>
<p><del><em>Backblaze</em></del><sup id="fnref1:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> verlangte für den Download der Daten Geld; inzwischen gibt es ein bestimmtes Freikontingent. Andere Anbieter verlangen allerdings auch zum Teil Download-Gebühren.</p>
<p>Hier stellte ich mir die Frage, wann ich jemals Download-Traffic in Anspruch nehmen werde. Ja genau, beim Recover. Und diesen Fall wollte ich erstens so selten wie möglich und wenn, dann ist der Cloud-Speicher ja <strong>einer</strong> meiner Standbeine.
Und im Fall einer Wiederherstellung sind mir die Daten so wichtig, dass ich das Geld auch gerne ausgebe, um die wiederzubekommen. Schließlich war genau dies der Zweck, den der Anbieter erfüllen sollte.</p>
<p>Im Bestfall kann der Großteil der Sicherung auch von der externen Festplatte gezogen werden und es müssen nur noch die Differenz aus der Cloud heruntergeladen werden. Dadurch minimiert sich dann die Größe der Dateien, die heruntergeladen werden müssen. Und damit sinken die Download-Kosten und natürlich auch die benötigte Zeit.</p>

<h4 id="beispiel" data-numberify>Beispiel<a class="anchor ms-1" href="#beispiel"></a></h4>
<p>Genau so einen Fall hatte ich vor einiger Zeit schon einmal. Ich wollte eine alte, externe Festplatte verschenken und daher diese sicher löschen.
Ich hatte leider nicht gut genug aufgepasst und mit <code>dc3dd</code> die falsche Partition geschreddert; inklusive der lokalen Backup-Kopie unter <code>/backup</code>.
Die letzte Sicherung auf der externen Festplatte war drei Wochen alt, weil ich wohl zu diesem Zeitpunt längere Zeit zu faul war sie anzustöpseln. Der Stand im Cloud-Speicher war aber vom Vortag. <em>Yay!</em> Das war meine Rettung. Einige E-Mails lagen eh noch auf dem IMAP-Server und ein paar Downloads wie Rechnungen, Kontoauszüge, musste ich dann eben neu herunterladen. Das Delta aus der Cloud war damit gering und ging schnell von statten. Im Grunde hatte ich kaum etwas verloren.
Ohne Cloud-Backup wären mir drei Wochen Daten flöten gegangen, es hat mir wortwörtlich den Hintern gerettet.</p>

<h3 id="jeder-ort-ein-repo" data-numberify>Jeder Ort ein Repo<a class="anchor ms-1" href="#jeder-ort-ein-repo"></a></h3>
<p>Hier gehe ich einen anderen Weg, als allgemein empfohlen. Viele Backup-Konzepte raten dazu für jedes Ziel (lokale Festplatte, externe Festplatte oder Cloud) einen komplett neuen Lauf zu starten.
Aus meiner Sicht laufen die Stände dann auseinander. Man hat überall unterschiedliche Stände. Wenn ich eine Datei wiederherstellen möchte, muss ich gucken welcher meiner Sicherungsorte die gewünschte Datei zu einem vorhandenen Sicherungszeitpunkt noch beinhaltet.
Außerdem dauern die Sicherungen länger, weil wieder alle Quell-Dateien neu eingelesen werden müssen, um zu schauen, welche Dateien sich geändert haben.
Dieser Schritt fällt bei mir weg, weil die Anzahl der Dateien in meinem Backup prinzipbedingt schon geringer ist und die Daten schon komprimiert wurden. Das Übertragen auf einen weiteren Ort, geht also wesentlich schneller.
Zudem müsste ich so mehrere Scripte vorhalten, die nur unterschiedliche Zielpfade haben, oder das Script so generisch schreiben, dass wiederum die Komplexität steigt und Wartbarkeit leidet.</p>
<p>In meinem Fall ist es ein einfacher <code>rsync</code> oder <code>rclone</code>-Aufruf.</p>

<h2 id="wann" data-numberify>Wann<a class="anchor ms-1" href="#wann"></a></h2>

<h3 id="linux" data-numberify>Linux<a class="anchor ms-1" href="#linux"></a></h3>
<p>Ich habe mich bewusst gegen einen Automatismus an meinem persönlichen Desktop-PC entschieden. Es erfordert etwas Disziplin, hat sich bisher aber für mich bewährt.</p>
<p>Aktuell kann ich spontan entscheiden, ob ich den PC nur schnell runterfahren möchte oder ob ich ein Backup fahren möchte.
Wenn ich mich entscheide, kein Backup zu machen, weil ich z.B. nur schnell ein paar E-Mails geschrieben habe, kann ich den PC schneller wieder runterfahren. Das Ausschalten über die Steckerleiste hilft mir dann wieder Strom sparen.</p>
<p>Habe ich viele Änderungen an den Daten vorgenommen und entscheide ich mich <strong>für</strong> das Backup, wird eine lokale Kopie auf dem Rechner angelegt. Dies kann auch durchaus mehrmals am Tag sein. Am Ende des Tages setze ich dann per Script-Parameter, dass im Anschluss eine Synchronisation in die Cloud stattfinden soll. Ich kann dann den Rechner verlassen und mich anderen Dingen widmen. Etwas später, z.B. kurz vor dem ins Bett gehen, kann ich dann die Steckerleiste ausschalten. Die automatische Discord-Benachrichtigung zum Schluss des Scriptes erinnert mich daran.
Da ich das Script kurz vor dem Runterfahren des Rechners ausführe, ist auch egal wie lange es dauert.
Solange ich außerhalb jeglichen Glasfaser-Ausbau-Gebieten wohne, muss ich nun mal mit der langsamen Upload-Leitung leben.</p>

<h4 id="was" data-numberify>Was<a class="anchor ms-1" href="#was"></a></h4>
<p>Unter Linux sichere ich z.B. den <code>/etc</code>-Baum, wo viele Einstellungen und Konfigurationen liegen. Der größere Teil liegt dann im Benutzer-Verzeichnis (bei mir unterhalb von <code>/home</code>). Genauere Details dazu wird es mal in einem späteren Blog-Artikel geben.</p>

<h4 id="wiederherstellung" data-numberify>Wiederherstellung<a class="anchor ms-1" href="#wiederherstellung"></a></h4>
<p>Das letzte Mal, als ich mein System wiederherstellen musste, hat es gereicht <code>/etc</code> als auch <code>/home</code> neu einzuspielen und ich war überwiegend wieder arbeitsfähig. Die Programm-Installation unter Linux gestaltet sich relativ einfach und unkompliziert, zumindest bei den Dingen, die von der jeweiligen Distribution mitgeliefert werden.</p>

<h3 id="windows" data-numberify>Windows<a class="anchor ms-1" href="#windows"></a></h3>
<p>Bei Familienmitgliedern, die Windows verwenden, läuft das Backup-Script wiederum beim Anmelden am System. Ich habe noch keine Möglichkeit gefunden, dass es beim Herunterfahren ausgeführt wird.
Ein extra Klick mit einer Verknüpfung hat sich nicht bewährt, weil es gerne vergessen wird und der Rechner einfach nur stumpf via Windows-Menü heruntergefahren wird.
Durch den automatisierten Aufruf während des Logins, entfällt ein manueller Eingriff und es läuft jedes Mal.</p>

<h4 id="was-1" data-numberify>Was<a class="anchor ms-1" href="#was-1"></a></h4>
<p>Bei Windows im Enduser-Bereich sichere ich ebenfalls hauptsächlich den Benutzerordner, da dort vieles wichtiges abgelegt ist.
Mir ist klar, dass auch durchaus einige Einstellungen in der Registry stehen, aber für die weitere Recherche reicht meine Motivation nicht. Wahrscheinlich ist es eh besser, im K-Fall<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup> das System komplett neu aufzusetzen und dann nur die Benutzerdaten wiederherzustellen.</p>

<h2 id="server" data-numberify>Server<a class="anchor ms-1" href="#server"></a></h2>
<p>Zu Hause läuft noch ein NAS-System mit virtuellen Servern. Dort wird mittels Crontab fast dasselbe Backup-Script ausgeführt. Der Sync in die Cloud findet allerdings täglich statt.
Da ich noch Webanwendungen betreibe, ist das Backup-Script etwas aufgebohrt. Je nach Dienst dreht es noch ein paar Schleifen.
Bei neueren Systemen habe ich sogar schon auf <code>resticprofile</code> umgestellt.</p>
<p>Beispielsweise hat das interne Kanboard eine Datenbank-Anbindung. Vor dem Start der dateibasierten Sicherung wird noch ein logischer Datenbank-Dump in ein Verzeichnis geschrieben, dass dann ebenfalls mitgesichert wird.
Ich weiß, dass es da z.T. bessere Möglichkeiten gibt, als ein schnöder <code>mysqldump</code>. Da ich schon mehrfach die Webanwendung <em>Kanboard</em> und andere Dienste wiederherstellen konnte, hat es für mich bisher so gereicht.</p>
<p>Anwendungen in Docker-Containern stoppe ich vorher, um einen konsistenten Stand zu sichern oder fahre, wie bei <em>paperless</em>, einen automatisierten Export der Daten in das Dateisystem.</p>

<h2 id="recover-testen" data-numberify>Recover testen<a class="anchor ms-1" href="#recover-testen"></a></h2>
<p>Auch das Thema Recover, also der Wiederherstellen der Daten, sollte man nicht unterschätzen. <strong>Testet Eure Backups</strong> und versucht die Daten wieder herzustellen!</p>
<p>Nichts ist schlimmer, als wenn man meint immer ein Backup gemacht zu haben und man dann feststellen muss, dass es kaputt ist oder wichtige Dinge fehlen.
Der Test schützt vor dem Verlust wichtiger Dateien bzw. Daten. Wenn Ihr Software wie zum Beispiel <em>Tandoor Recipes</em> aufsetzt, befüllt sie zu Anfang mit nur ein paar wenigen Daten. Dann macht Ihr ein Backup und löscht die komplette Installation. Im nächsten Schritt versucht Ihr die Anwendung oder auch die Daten aus dem Backup wieder herzustellen.</p>
<p>Pro-Tipp am Rande: <strong>Dokumentiert</strong> in diesem Fall gleich, wie ihr vorgegangen seid, die Daten wieder herzustellen.
Wenn Ihr Daten verloren habt, befindet Ihr Euch meist sowieso in einer Stress-Situation. Wenn ihr dann noch rausfinden müsst, wie ihr wieder an Eure Daten kommt und wie der alten Zustand wieder hergestellt werden kann, bedeutet das zusätzlichen Stress, den ihr mit diesem Vorgehen vermeiden könnt.
Eine gute Anleitung erleichtert später die Arbeit und trägt wesentlich zur Entspannung bei.</p>

<h2 id="verfeinerung" data-numberify>Verfeinerung<a class="anchor ms-1" href="#verfeinerung"></a></h2>

<h3 id="sortierung-nach-wichtigkeit" data-numberify>Sortierung nach Wichtigkeit<a class="anchor ms-1" href="#sortierung-nach-wichtigkeit"></a></h3>
<p>Ich sortiere meine Backups in unterschiedliche Container bzw. Repositorys.</p>
<p>Es gibt persönlich mir wichtige Sachen, wie E-Mails und Bilder, selbst geschriebene Scripte etc.
Dann gibt es
nicht so wichtige Dinge, wie ISO-Dateien von gekauften CDs oder alter Installations-CDs von Steuer- oder Finanzsoftware.</p>
<p>Einige Dateien ziehe ich auch über das Netz, wie das Backup-Archiv vom NAS. Dies dauert dann länger und daher möchte ich das nicht immer machen.</p>
<p>Es gibt ein extra Repo und Script für die Sicherung meiner digitalen Bilder. Dies erfordert durchaus Disziplin, um da den Überblick zu behalten, aber die Bilder-Ordner erfahren aber auch nicht so oft eine Änderung, als dass das täglich nötig wäre.</p>
<p>Ebenso gibt es Backups-Repos, die nur auf der externen Festplatte landen und nicht in der Cloud.</p>

<h3 id="meta-daten" data-numberify>Meta-Daten<a class="anchor ms-1" href="#meta-daten"></a></h3>
<p>Ein paar wichtige Meta-Daten, wie die Aufteilung der Festplatte, schreibe ich ebenso automatisiert während des Backup-Laufs in einen speziellen Unterordner. Diesen sichere ich gleich mit.</p>
<p>Auch Infos zum LVM, Filesysteme oder installierte Pakete speichere ich in Textdateien und nehme diese Pfade in zu sichernden auf.</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln"> 1</span><span class="cl"><span class="c1"># Partitionen</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 2</span><span class="cl">parted -l &gt; <span class="s2">&#34;</span><span class="si">${</span><span class="nv">METAINFOSDIR</span><span class="si">}</span><span class="s2">/parted-l.txt&#34;</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 3</span><span class="cl"><span class="c1"># Filesysteme</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 4</span><span class="cl">mount &gt;&gt; <span class="s2">&#34;</span><span class="si">${</span><span class="nv">METAINFOSDIR</span><span class="si">}</span><span class="s2">/parted-l.txt&#34;</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 5</span><span class="cl"><span class="c1"># Software-Pakete</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 6</span><span class="cl">pacman -Qqet &gt; <span class="s2">&#34;</span><span class="si">${</span><span class="nv">METAINFOSDIR</span><span class="si">}</span><span class="s2">/manjrao_installierte_pakete&#34;</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 7</span><span class="cl">pacman -Qqm &gt; <span class="s2">&#34;</span><span class="si">${</span><span class="nv">METAINFOSDIR</span><span class="si">}</span><span class="s2">/manuell-installierte-pakete.txt&#34;</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 8</span><span class="cl"><span class="c1"># LVM-Infos</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 9</span><span class="cl">vgdisplay &gt;  <span class="s2">&#34;</span><span class="si">${</span><span class="nv">METAINFOSDIR</span><span class="si">}</span><span class="s2">/lvm_infos.txt&#34;</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">10</span><span class="cl">pvdisplay &gt;&gt; <span class="s2">&#34;</span><span class="si">${</span><span class="nv">METAINFOSDIR</span><span class="si">}</span><span class="s2">/lvm_infos.txt&#34;</span>
</span></span><span class="line"><span class="ln">11</span><span class="cl">lvdisplay &gt;&gt; <span class="s2">&#34;</span><span class="si">${</span><span class="nv">METAINFOSDIR</span><span class="si">}</span><span class="s2">/lvm_infos.txt&#34;</span>
</span></span></code></pre></div>
<h2 id="probleme-borg" data-numberify>Probleme: Borg<a class="anchor ms-1" href="#probleme-borg"></a></h2>
<p>Lange Zeit habe ich <code>borg</code> für meine Sicherungen benutzt. In der Vergangenheit hatte ich ein paar Unschönheiten, die ich aber lösen könnte.
Irgendwann hatte ich Probleme meine Sicherung in die Cloud zu schieben; doch der Reihe nach.</p>

<h3 id="anderer-ort" data-numberify>Anderer Ort<a class="anchor ms-1" href="#anderer-ort"></a></h3>
<p>Dadurch, dass ich meine Repos immer nur per <code>rsync</code> übertrage, nörgelt <code>borg</code>, wenn ich mal einen Blick in das Archiv werfen wollte, was auf einer externen Festplatte liegt.</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-fallback" data-lang="fallback"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">borg list bilder
</span></span><span class="line"><span class="ln">2</span><span class="cl">Warning: The repository at location /run/media/rainer/backup_hdd_1/backup_nuc/bilder was previously located at /backup/borgbackup/bilder
</span></span><span class="line"><span class="ln">3</span><span class="cl">Do you want to continue? [yN]
</span></span></code></pre></div><p>Vielleicht war es ein Bug oder es gab ein anderes Problem. Es gab mal eine Zeit, wo genau dieser der Zugriff außerhalb des Original-Ortes meiner Erinnerung nach verweigert wurde. Eine Lösung hatte ich damals gefunden. Durch das oben beschriebene Konzept mit <code>rsync</code> konnte ich es z.B. wieder an den ursprünglichen Ort kopieren. Danach war der Zugriff wieder möglich. Ich kann es derzeit nicht mehr nachstellen; aktuell scheint es wieder zu gehen, wenn die Frage einfach bejaht wird.
Es ist mir negativ im Gedächtnis geblieben und es schwirrte schon lange die Idee in meinem Kopf herum, dass ich mich um eine Alternative zu <code>borg</code> kümmern müsse.</p>

<h3 id="große-dateien" data-numberify>Große Dateien<a class="anchor ms-1" href="#große-dateien"></a></h3>
<p>Ausschlaggebend für den endgültigen Wechsel war ein Problem mit <del><em>Backblaze</em></del><sup id="fnref2:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> vor einiger Zeit.</p>
<p>Wie weiter oben beschrieben habe ich mehrere Repos. Eines der größeren Archive mit ca. 66 GB machte beim Upload nach B2 Probleme:</p>
<p>Das Logfile war sehr hilfreich - nicht:</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-fallback" data-lang="fallback"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl"> data/0/31: Error sending chunk 0 (retry=true): incident id ec43eb366fa6-744fae19214412f6 (500 internal_error): &amp;api.Error{Status:500, Code:&#34;internal_error&#34;, Mes 
</span></span></code></pre></div><p>Ich lernte, dass es bei größeren Repos, wie dem 66 GB in meinem Fall,  irgendwann recht große Dateien (ca. 500MB pro Stück) mit <code>borg</code> entstehen.</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-fallback" data-lang="fallback"><span class="line"><span class="ln"> 1</span><span class="cl">ls -hl data/0/ |head
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 2</span><span class="cl">insgesamt 46G
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 3</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 503M 29. Sep 2022  10
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 4</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 504M 11. Okt 2022  100
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 5</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 503M 11. Okt 2022  101
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 6</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 501M 11. Okt 2022  102
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 7</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 503M 11. Okt 2022  103
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 8</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 503M 11. Okt 2022  104
</span></span><span class="line"><span class="ln"> 9</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 502M 11. Okt 2022  105
</span></span><span class="line"><span class="ln">10</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 504M 11. Okt 2022  106
</span></span><span class="line"><span class="ln">11</span><span class="cl">-rw------- 1 root root 501M 11. Okt 2022  107
</span></span></code></pre></div><p>Dieses führte beim Upload zu <del><em>Backblaze</em></del><sup id="fnref3:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> Problemen und warf daher mehrere Fehler beim Ausführen von <code>rclone</code>.</p>
<p>Bei meinen Recherchen in diesem Internet fand ich folgenden Blog-Artikel mit dem Titel
<a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=32" target="_blank" rel="noopener noreferrer">What To Do When You Get a B2 503 (or 500) Server Error<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>.</p>
<p>Im Grunde steht da nur stumpf, dass man es nach einer gewissen Zeit nochmal probieren soll. Nach ein paar Tagen mit dem selben Fehlerbild war ich genervt und las den Artikel nochmal genauer. Dort wird auf
<a href="https://tools.rainerrose.de/redirect.php?id=33" target="_blank" rel="noopener noreferrer">B2 error handling protocols<i class="fas fa-external-link-square-alt ms-1"></i></a>
verwiesen, wo unter dem Absatz &ldquo;<em>Multithreading Uploads</em>&rdquo;
Hinweise in Bezug auf Dateien größer als 200 MB gegeben werden. Diese Dateien sollen beim Upload gesplittet werden und dann parallel hochgeladen werden. Ich vermute mal, dass das <code>rclone</code> unter der Haube macht; nachgeschaut habe ich nicht.</p>
<p>Bisher war nur ein Repo betroffen und andere Repos konnte ich problemlos nach <del><em>Backblaze</em></del><sup id="fnref4:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> hochladen bzw. synchronisieren mittels <code>rclone</code>.</p>
<p>Große Lust dem <del><em>Backblaze</em></del>-Support<sup id="fnref5:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> hinterherzulaufen oder debugging im <code>rclone</code>-Umfeld zu betreiben, hatte ich nicht.</p>

<h2 id="umstieg-auf-restic" data-numberify>Umstieg auf restic<a class="anchor ms-1" href="#umstieg-auf-restic"></a></h2>
<p>Damit war die Entscheidung gefallen; ich würde alle meine Backup-Scripte auf <code>restic</code> umstellen. Ein kleiner Test ergab, dass ein <code>restic</code>-Lauf zwar wesentlich mehr Dateien der selben Quell-Dateien ergab, aber auch wesentlich kleinere.
Da ich alle meine Backups in einem Unterverzeichnis sammle, war die Analyse mittels <code>find</code> recht simpel.</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">find borgbackup -size +200M <span class="p">|</span> wc -l
</span></span></code></pre></div><p>Das Ergebnis: 816 Treffer.</p>
<p>Mein Testverzeichnis mit dem selbigen problembehafteten Dateien bzw. Repo in <code>restic</code> gebaut ergab keine Treffer</p>
<div class="highlight"><pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-bash" data-lang="bash"><span class="line"><span class="ln">1</span><span class="cl">find resticbackup -size +200M <span class="p">|</span> wc -l
</span></span></code></pre></div><p>und es ging <strong>wesentlich</strong> schneller. Alleine der initiale Durchlauf beim allerersten Erstellen des Archivs war um Zeitfaktor 10 schneller. Es waren nur zwei statt zwanzig Minuten nötig, was mich zusätzlich bestärkt hat umzusteigen.</p>

<h2 id="erleichterungen" data-numberify>Erleichterungen<a class="anchor ms-1" href="#erleichterungen"></a></h2>
<p>Um mich noch etwas unabhängiger im K-Fall zu machen, speichere zusätzlich das <code>restic</code>-Binary noch im Verzeichnis aller restic-Repos. Dieses wird dann ebenfalls via <code>rsync</code> mit auf die externen Festplatten kopiert, so dass ich immer eine aktuelle Version habe.</p>
<p>Für Neuigkeiten abonniere ich noch den RSS-Feed und habe einen
Watcher auf die <em>Github</em> Releases. Aber das ist einen extra Blog-Artikel wert.</p>
<p>Tipps und Tricks zu Bedienung lege ich in eine extra Datei namens <code>restic-hilfe.md</code>. Hier stehen dann die wichtigsten Befehle zum Wiederherstellen der Dateien und zum Mounten des gewünschten Repos ins aktuelle Dateisystems.</p>
<p>Alles im Sinne der Stress-Reduzierung während eines potentiellen Recover-Scenarios.</p>

<h2 id="ende" data-numberify>Ende<a class="anchor ms-1" href="#ende"></a></h2>
<p>Ich hoffe, ich konnte ein paar Einblicke in meine Überlegung zu meiner Backup-Strategie geben.
Vielleicht hilft es dem einem oder anderen ein Konzept selbst zu überlegen oder sein oder ihr existierendes anzupassen.</p>
<p>Wenn Ihr ich jetzt nach den Scripten fragt, muss ich Euch auf die Zukunft vertrösten.
Die Scripte selbst sind einen eigen Blog-Artikel wert.</p>

<h2 id="ausblick-update" data-numberify>Ausblick (Update)<a class="anchor ms-1" href="#ausblick-update"></a></h2>
<p>Inzwischen habe ich auf den Chemnitzer Linux-Tagen einen Vortrag über <code>restic</code> gehalten.
Auch habe ich vor demnächst<sup>tm</sup> die Scripte auf <code>resticprofile</code> umzustellen.
Über beide Tools erzähle ich was in meinem <a href="/docs/writings/2025/">Vortag</a>.</p>

<h2 id="changelog" data-numberify>Changelog<a class="anchor ms-1" href="#changelog"></a></h2>
<table>
  <thead>
      <tr>
          <th>Datum</th>
          <th>Änderung</th>
      </tr>
  </thead>
  <tbody>
      <tr>
          <td>23.12.2023</td>
          <td>Fix: Typos, Grammatik</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>03.01.2024</td>
          <td>Fix: Typo</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>28.01.2025</td>
          <td>Fix: Typo</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>27.03.2025</td>
          <td>Hinweis auf meinen <code>restic</code>/<code>resticprofile</code> CLT-Vortrag, Definition 3-2-1 nochmal deutlicher</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>08.05.2025</td>
          <td>Hinweis auf <code>CACHEDIR.TAG</code>. Ein paar Umformulierungen und Typos fixed</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>29.09.2025</td>
          <td>Besser verdeutlicht, dass ich Backblaze nicht mehr verwende.</td>
      </tr>
      <tr>
          <td>15.01.2026</td>
          <td>Ein paar Typos korrigiert.</td>
      </tr>
  </tbody>
</table>

<h2 id="fußnoten" data-numberify>Fußnoten<a class="anchor ms-1" href="#fußnoten"></a></h2>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Diese Angabe stimmt inzwischen nicht mehr. Im Rahmen von <code>#UnPlugTrump</code> bin ich zu <em>Hetzner</em> <em>StorageShare</em> gewechselt.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a>&#160;<a href="#fnref1:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a>&#160;<a href="#fnref2:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a>&#160;<a href="#fnref3:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a>&#160;<a href="#fnref4:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a>&#160;<a href="#fnref5:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>Krisen-Fall&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>]]></content:encoded>
    <enclosure url="https://www.rainerrose.de/wallpaper/posts/backupkonzept.png" length="24827" type="image/.png" />
    </item>
    
  </channel>
</rss>

